Entstehung, Symptome und Therapie der Dupuytren´schen Erkrankung

Der Name der Erkrankung stammt von dem französichen Handchirurgen Dupuytren. Unter Dupuytren´schen Ekrankung (auch Morbus Dupuytren oder Dupuytren´sche Kontraktur) versteht man eine gutartige Wucherung der Hohlhandaponeurose. Diese Aponeurose ist eine flächenartige Sehne, die sich direkt unter der Haut in der Hohlhand befindet (Bild 8). Die Wucherung äußert sich darin, dass es zu wulstigen Verdickungen in der Hohlhand und im Verlauf eines oder mehrerer Finger kommt, wodurch die Finger im Laufe vieler Monate oder Jahre in eine Beugefehlstellung gezogen werden (Bild 9). Im Frühstadium der Erkrankung (bevor es zu einer Fehlstellung der Finger gekommen ist) kann eine Behandlung mit Röntgenstrahlen durchgeführt werden, wodurch das Fortschreiten der Wucherung häufig gestoppt werde kann. In fortgeschrittenem Stadium bei störender Fehlstellung der Finger kann nur eine Operation helfen. Hierbei muss ein Großteil der Hohlhandaponeurose entfernt werden. Dies ist schwierig, da die Aponeurose narbenähnlich verhärtet ist und sowohl von der Haut als auch von tiefen anatomischen Strukturen abgelöst werden muss. Der Eingriff ist aufwendig und stellt hohe Anforderungen an das Geschick des Operateurs. Das Ergebnis ist meist sehr gut (Bild 10). Die Wucherung kann in etwa 5 Prozent der Fälle aber erneut auftreten.

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Bild 8
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Bild 9
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Bild 10