Typische Veränderungen und Behandlungsmöglichkeiten bei Rheuma der Hand

Die Hand ist bei der rheumatoiden Arthritis, der häufigsten entzündlich-rheumatischen Erkrankung, zu 90 Prozent betroffen. Genaueres über die Abläufe bei dieser Erkrankung erfahren Sie im Abschnitt Rheumatherapie. Hier möchte ich die häufigsten Veränderungen kommentieren, die an der rheumatischen Hand auftreten können. Diese betreffen die Fingergrundgelenke. Es kommt zur Zerstörung der Gelenke, welche häufig aus ihrem Gelenkverband rutschen. Die Folge ist – aufgrund einer Gelenkinstabilität – eine Verkippung der Finger in Richtung Elle, was als Ulnardeviation (ellenwärtige Abweichung) bezeichnet wird (Bild 17 und 18). Die Korrektur dieser massiven Deformierung ist außerordentlich aufwendig. Neben dem Ersatz der Gelenke mit einer speziellen Endoprothese müssen zahlreiche zu den Fingern ziehende Sehnen und alle Bänder der Grundgelenke korrigiert werden. Die Kunstgelenke, die in diesem Fall verwendet werden, entsprechen nicht den Gelenken, die bei einer Arthrose Verwendung finden. In dem außerordentlich porösen Knochen eines Rheumapatienten würden Endoprothesen aus Titan im Knochen nicht einwachsen. Die auf Bild 17 erkennbaren Prothesen bestehen aus elastischem Material (Silicon-Kautschuk) und dienen eigentlich nur als Platzhalter. Die Funktion der Hand läßt sich auf diese Weise jedoch sehr gut wiederherstellen. 

hand17 01
Bild 17
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Bild 18