Entstehung und Therapie des schnellenden Fingers

Der schnellende Finger oder Schnappfinger

Zu einem schnellenden Finger kann es kommen, wenn eine chronische Sehnenscheidenreizung an einer Fingerbeugesehne besteht. Hierdurch wird der Sehnenkanal eng, was zur Folge hat, dass sich im Bereich der Beugesehnen eine knotenähnliche Unebenheit bildet (Bild 6). Dies wiederum führt dazu, dass sich die Sehne bei Beugung und Streckung nicht mehr richtig hin und her bewegt, sondern hängen bleibt. Bei Beugung verschiebt sich der Sehnenknoten Richtung Handgelenk, bei Streckung rutscht er ruckartig unter einem engen Band durch, wobei es zu einem schmerzhaften Schnappen kommt. Behandeln lässt sich der schnellende Finger mitunter durch eine Cortisonspritze, die in die Sehnenscheide gegeben wird. Die Sehnenscheide schwillt dadurch ab und das schmerzhafte Schnappen kann aufhören. Alternativ hierzu oder nach erfolglosem Spritzenversuch kann ein kleiner operativer Eingriff Abhilfe schaffen: der Sehnenkanal wird dort, wo sich die Sehnenverdickung befindet, erweitert, indem ein Band (Bild 7) durchtrennt wird. Dies führt dauerhaft zum Rückgang der Beschwerden und zur Normalisierung der Funktion.

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Bild 6
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Bild 7