Die häufigsten Erkrankungen der Hüfte und derern Behandlung

Im Folgenden möchte ich Ihnen zunächst die spezielle Anatomie des Hüftgelenks nachbringen.

In weiteren Abschnitten erfahren Sie Einiges über die häufigsten Erkrankungen der Hüfte im Kindes- und Erwachsenenalter. Es handelt sich dabei inbesondere um den Gelenkverschleiß (Coxarthrose), die Durchblutungsstörung des Hüftkopfs (Hüftkopfnekrose), die angeborene Fehlanlage der Hüfte (Hüftdysplasie), die Ablösung des Hüftkopfkerns (Hüftkopfepiphysenlösung) und die Schleimbeutelentzündung (Bursitis trochanterica).  

Wichtige Aspekte der Anatomie des Hüftgelenks

Das Hüftgelenk ist annähernd so groß wie das Schultergelenk und wie dieses ein Kugelgelenk (Bild 1). Kugelgelenke verfügen über 3 „Freiheitsgrade“, das heißt, es kann um seine Längsachse gedreht, um eine querverlaufende Achse gebeugt und gestreckt und um eine weitere Achse an- und abgespreizt werden. Seine Beweglichkeit ist nicht ganz so ausgedehnt wie die der Schulter, was darin begründet ist, dass der Hüftkopf zum Teil von einer schalenförmigen Pfanne umschlossen ist (Bild 3), welche die Bewegungen einschränkt. Andererseits ist die Hüfte dadurch stabiler als die , d.h. eine Verrenkung kann - im Gegensatz zur Schulter - nur auftreten, wenn die Hüftpfanne zerbricht.

Wo liegt das Hüftgelenk? Es liegt nicht seitlich, sondern tief in der Leiste (Bild 2).

Der im Röntgenbild sichtbare Spalt wird wie bei jedem Gelenk durch den Knorpel gebildet (Bild 4: Schnittbild anatomisch). Seitlich an der Hüfte befindet über dem großen Rollhügel ein Schleimbeutel (Bursa trochanterica), der die Reibung zwischen einer dort verlaufenden kräftigen Sehnenplatte und dem Knochen verringert (Bild 5).

huefte 1
Bild 1
huefte 2
Bild 2
huefte 3
Bild 3