Hüftdysplasie

Die Hüftdysplasie ist eine angeborene Fehlanlage des Hüftgelenks. Die wesentliche Störung besteht darin, dass die Pfanne zu flach und zu steil ist, wodurch der Hüftkopf nicht im Gelenk gehalten wird (Bild 13). Folge ist ein frühzeitiger Verschleiß des Hüftgelenks (Dysplasiecoxarthrose). Seit Einführung der Ultraschalldiagnostik am Bewegungsapparat vor mehr als 25 Jahren ist es möglich, die Hüftdysplasie schon direkt nach der Geburt festzustellen und wirksam zu behandeln. Heute findet sich diese Erkrankung daher nur noch selten im Erwachsenenalter. Die Behandlung besteht in ausgeprägten Fällen in einer Operation, wobei die mangelhaft geformte Hüftpfanne über den Hüftkopf geschoben wird (s. gelenkerhaltende Korrekturen, Bild 14). Der Eingriff wird als Triple-Osteotomie (dreifache Knochendurchtrennung) bezeichnet, weil die Hüftpfanne an 3 Stellen gelöst werden muss, bevor sie in der neuen Stellung wieder zusammengesetzt wird.

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Bild 13
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Bild 14