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Röntgen bei Dr. Thomas von Rothkirch in Hamburg Dr. Thomas von Rothkirch | Facharzt für Orthopädie und Rheumatologie · Akupunktur
Was heißt Röntgen?
Bei Röntgenstrahlen handelt sich um eine unsichtbare Strahlung, die einer bestimmten
Art radioaktiver Strahlung, genauer gesagt der Gammastrahlung, ähnlich ist (Genaueres
hierüber s. z.B. im Internet unter www.physicsmasterclasses.org/exercises/bonn1/de/strahlung.htm).
Röntgenstrahlen können – ähnlich wie Licht – eine Photoplatte schwärzen.
Sie sind imstande – anders als Licht – Materie, also auch unseren Körper zu durchdringen,
werden aber in Abhängigkeit der Dichte der Materie verändert, so dass auf der
Photoplatte, dem Röntgenfilm, ein Bild entsteht.
Was ist im Röntgenbild sichtbar?
Bei Röntgenuntersuchungen der Bewegungsorgane werden sogenannte kalkdichte Strukturen, also in erster Linie Knochen dargestellt. Ein typisches Beispiel ist in Bild 1 zu sehen, das ein Kniegelenk zeigt. Man sieht die Knochenumrisse, die Struktur des Knochens mit den Knochenbälkchen, die Gelenkkonturen und den Gelenkspalt. Dieser Spalt wird vom Gelenkknorpel ausgefüllt. Der Knorpel ist also nur „indirekt“ sichtbar.
Was man im Röntgenbild nicht gut darstellen kann, sind die Weichteilstrukturen wie Menisken, Bänder,
die Gelenkkapsel, Bandscheiben oder Gelenkknorpel (Bild 2 und 3). Zur Darstellung
dieser Strukturen eignen sich entweder der Ultraschall oder die Magnetresonanztomografie
(Kernspintomografie).
Einsatz der Röntgentechnik in der Orthopädie
Röntgenuntersuchungen stellen in der Orthopädie auch heute noch die Basis der bildgebenden Untersuchungen dar. Fast alle Erkrankungen am Knochen und an den Gelenken sind zumindest übersichtweise im Röntgenbild erkennbar.
Am Beispiel der Arthrose (s. Arthrosetherapien) sind die diagnostischen Möglichkeiten des Röntgens gut erkennbar. Bei der Arthrose kommt es bekanntermaßen zum Knorpelverschleiß. Obwohl sich der Knorpel röntgenologisch nicht darstellen lässt, ist eine Arthrose mit Hilfe des Röntgenbildes dennoch sehr genau zu diagnostizieren. Der Schweregrad der Gelenkschädigung kann anhand der Weite des Gelenkspalts, der Form der Gelenkkonturen sowie der Struktur des angrenzenden Knochens sehr genau bestimmt werden.
Ist der Gelenkspalt völlig aufgehoben (Bild 4), gibt es dort überhaupt keinen Knorpel mehr. Ist der Spalt nur verschmälert, so ist der Knorpel teilweise aufgebraucht (Bild 5).
Wenn der Knochen in der Umgebung des geschädigten Knorpels, d.h. dem verschmälerten Gelenkspalt, verdichtet ist, ist dies Ausdruck einer Überlastung des Knochens als Folge der Knorpelschädigung (Bild 4).
Bild 4 |
Bild 5 |
Bild 6 |
Ein weiterer wichtiger Einsatzbereich des Röntgens
in der Orthopädie – so auch in meiner Praxis – stellt die Beurteilung der Statik
des Bewegungsapparates dar. Eine häufige Fragestellung betrifft die Beinstatik.
Normalerweise hat der Mensch ein leichtes X-Bein, was zur Folge hat, dass die Traglinie, d.h. die Linie entlang derer sich die Kraft beim Belasten des Beins überträgt (Verbindungslinie zwischen der Mitte des Hüftgelenks und der Mitte des oberen Sprunggelenks) genau durch die Kniemitte verläuft. Dies bedeutet, dass innerer und äußerer Kniebereich gleich stark belastet werden (Bild 6). Besteht ein O-Bein, so ist die Traglinie nach innen verschoben. Hieraus lässt sich schließen, dass der innere Knieanteil deutlich stärker belastet wird als der äußere, was die Entstehung einer innenseitigen Arthrose begünstigt (Bild 6, s. auch Knieerkrankungen<). Eine statische Untersuchung des Kniegelenks mittels Röntgenuntersuchung stellt damit z.B. eine wichtige Voraussetzung dar, mit einfachen Mitteln eine präzise Planung zur operativen Korrektur einer Beinfehlstellung vorzunehmen (s. auch gelenkerhaltende Korrekturen und Knieerkrankungen).
Weitere Einsatzbereiche der Röntgendiagnostik am Bewegungsapparat sind die Computertomografie (Schichtuntersuchung) und die Osteodensitometrie (Knochendichtemessung), was ich in meiner Praxis jedoch nicht durchführe. |
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