Endoprothese am Hüftgelenk, Vorbereitung, Op, Nachbehandlung

Wie sind die Abläufe im Zusammenhang mit der Hüftoperation?

Vor der Operation erfolgt eine genaue Untersuchung Ihres Gesundheitszustandes, wenn nötig bei speziellen Fachärzten. Einige Tage vor dem Eingriff findet ein Gespräch mit einem Narkosearzt in der Paracelsus-Klinik Henstedt Ulzburg statt. Dies hat sich als sehr sinnvoll herausgestellt, da dann eventuell fehlende Untersuchungen noch vorgenommen werden können. Die Operation führe ich persönlich durch. In der Klinik betreue ich Sie, indem ich mich um alle Details kümmere, einschließlich täglicher Visiten. Sie bleiben zwischen einer und zwei Wochen im Krankenhaus. Unser Entlassungsmanagement organisiert rechtzeitig eine stationäre "Anschlußheilbehandlung" in einer Reha-Klinik, die meist drei Wochen dauert. Nach der Reha ist oft noch Krankengymnastik sinnvoll, die ich Ihnen verordne.

Besonders wichtig sind regelmäßige Kontrolluntersuchungen, die auch Monate und Jahre nach einer Endoprothesenoperation dringend zu empfehlen sind, um rechtzeitig eventuelle Probleme zu erkennen.

Wann können Sie das operierte Hüftgelenk wieder belasten?

Grundsätzlich können Sie das operierte Bein sofort nach der Operation voll belasten. Hier macht es keinen Unterschied, ob die Prothese mit oder ohne Knochenzement befestigt ist. Auch die ohne "Zement" fixierte Prothese ist primär  im Knochen fest eingeklemmt, auch wenn der Prozeß des Einwachsens (s. Abschnitt "Entwicklung der Hüftendoprothetik", insbes. Abb. 3) erst ca. 6-8 Wochen nach der Op abgeschlossen ist.                                                         Grundsätzlich ist es sinnvoll, das operierte Gelenk nicht über die Schmerzgrenze hinaus zu belasten, d.h. Gehstützen so lange zu verwenden bis sich die Schmerzen weitgehend gelegt haben. Dies dauert in der Regel 2 bis 3 Monate.