Japanische Tattoos und ihre Geschichte!

Die Ureinwohner Japans, die Ainu, verwendeten Tätowierungen, um ganz bestimmte Botschaften zu übermitteln. Ainu-Frauen ließen sich nach der Heirat ihre Gesichter auf eine bestimmte Art und Weise tätowieren, und Männer ließen sich während einer Erwachsenwerdungszeremonie Symbole ihres Stammes auf die Haut stechen. Heute ist dies vor allem aus chinesischen Quellen bekannt, die diese Zeremonien eher ablehnend betrachten. Viel später, im japanischen Mittelalter, wurden Tätowierungen zur Kennzeichnung von Straftätern verwendet. Die Markierungen variierten je nach Region und Angriff, bestanden aber meist aus verschiedenen Linien auf dem Unterarm. Damals wurden japanische Tattoos mit Nadeln in schwarze Nara-Tinte getaucht und dann mit einem Bambusstab in die Haut gestochen. Es muss ein sehr schmerzhafter Prozess gewesen sein, denn die „Tätowierer“ waren sicher nicht zimperlich.

Figürliche Motive

Die ersten figürlichen Tätowierungen tauchten zu Beginn der Edo-Zeit (um 1600) auf und wurden von buddhistischen Mönchen getragen. Bei diesen Tätowierungen handelte es sich zumeist um Gebetsformeln oder Abbildungen von Buddha. Tätowierungen wurden oft als kleines Nebenprodukt von weniger bekannten Ukiyo-e-Künstlern hergestellt. Im Laufe der Zeit entwickelten sich jedoch andere Formen wie die „Liebespunkte“ (Ikebokuro), die von professionellen Tätowierern ausgeführt wurden. Ein Ehepaar stach sich die Hand zwischen Zeigefinger und Daumen als Zeichen der Einigkeit und Solidarität. Aber noch beliebter waren japanische Tätowierungen mit Motiven aus der Mythologie, wie Drachen, Tiger, Schlangen oder Phönixe. Jedem dieser Motive wurden bestimmte Eigenschaften zugeschrieben, die den Träger der Tätowierung stärken oder die Schwierigkeiten, die er im Leben überwunden hatte, widerspiegeln sollten. So trugen die Feuerwehrleute zum Schutz vor Feuer ein mächtiges Wasserwesen, den Drachen, auf ihrer Haut.

Aber auch Kriminelle mit Tätowierungen bekamen neue japanische Tätowierungen (Iredzumi) als Tarnung, um kriminelle Tätowierungen zu verbergen. Sie benutzten sie dann zur Einschüchterung, ähnlich wie Bandentattoos in amerikanischen Ghettos. Die Tätowierstudios befanden sich daher vor allem in schattigen Stadtvierteln, in denen sich auch ehemalige Straftäter aufhielten. So wurden Tätowierungen immer häufiger bei Menschen auf niedrigeren Ebenen des Kastensystems, wie den Yakuza, verwendet.

Yakuza und japanische Tätowierungen Im organisierten Verbrechen der japanischen Yakuza war und ist eine bestimmte Form der Tätowierung ein besonderes Symbol der Zugehörigkeit. Die Rede ist von den eingangs erwähnten Körper-Tattoos. Diese großen japanischen Tätowierungen sind einerseits ein Zeichen der Zugehörigkeit zur Yakuza, andererseits aber auch eine bewusste Ausgrenzung aus der japanischen Gesellschaft. Da die Motive jedoch sehr traditionell sind und auch die japanischen Grundwerte respektieren, sind sie in bunten Formen versteckt, vielleicht ein heimlicher Wunsch nach Anerkennung der japanischen Bürger.

In jedem Fall zeigt es, dass sich die Yakuza als integraler Bestandteil der japanischen Gesellschaft sehen. In den letzten Jahren haben sich jedoch immer mehr junge Yakuza für Iredzumi entschieden, um sich besser in die japanische Gesellschaft zu integrieren. Dadurch können sie bessere Kontakte zu hochrangigen Politikern oder Unternehmensleitern knüpfen. Außerdem ist der Prozess des Tätowierens auf traditionelle Weise (Tebori) sehr langwierig und schmerzhaft. Manchmal dauert es mehrere Jahre, in denen der Tätowierer jede Woche ein paar Stunden in ein Tattoo-Studio gehen muss, um sein eigenes Kunstwerk zu schaffen.

Geometrie der Körper-TattoosTraditionelle japanische Tattoos haben eine ganz bestimmte Körpergeometrie. Das bedeutet nicht, dass die Motive symmetrisch in Achsrichtung gespiegelt werden, sondern dass die „Armlänge“ in jedem Fall gleich sein muss. Dabei gibt es 3 typische Längen: bis zum Schultergelenk, bis zum Ellbogen oder über das Handgelenk. Das Gleiche gilt für die Beine. Außerdem bedeckt die Tätowierung nicht den Kopf, den Hals, die Arme oder die Beine. Häufig findet sich auch ein Tätowierungsriss, der sich von Hals, Brust und Bauch bis zum Genitalbereich erstreckt. Wenn Sie einen offenen Kimono tragen, ist dieser Bereich sichtbar und sollte daher „sauber“ bleiben.

Symbolik und Bedeutung von Motiven
Wie bereits erwähnt, steckt hinter jeder Form, Farbe und jedem Motiv eine bestimmte Bedeutung. Es gibt jedoch wiederkehrende Elemente in Tätowierungen. Grundsätzlich gibt es 3 Kategorien: Hauptmotive, Nebenmotive und Hintergrund. Zu den wichtigsten Motiven gehören alle Tiere, Fabelwesen, Samurai und Geisha. Sie machen die Hauptbedeutung der gesamten Tätowierung aus. Blumen werden oft als sekundäre Motive tätowiert, die jeweils eine eigene Bedeutung haben, aber dennoch mit der Hauptbotschaft verbunden sind. Schließlich hat jeder Iredzumi eine Hintergrundgeschichte. Meistens wird Wind oder Wasser vorgeschlagen.

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